
| Die frühen Jahre | |||
| Geboren wurde ich am 10. Februar 1965. Meine Eltern gaben mir den schönen Namen Lutz Tim. Meine glückliche Kindheit und Jugend verbrachte ich in Iserlohn-Gerlingsen. Mein Vater Horst-Dieter war Lehrer, meine Mutter Helga Bankkauffrau. Aufgewachsen bin ich mit meiner zwei Jahre jüngeren Schwester Heike. Gemeinsam mit meinen beiden Freunden Hans-Jörg und Michael ging ich in den Kindergarten an der Uhlandstraße. Rückblickend möchte ich meine Kindheit als eine sehr behütete und lebendige, schöne Zeit beschreiben. Viele meiner damaligen Freundschaften bestehen noch heute. Frühe Hobbys waren Fahrradfahren, Skifahren und Fußballspielen. | ![]() | ||
| Lehrerlegende war Vorbild | |||
| Am Märkischen Gymnasium hatte ich mit der „Lehrerlegende“ Gerd Müller als Klassenlehrer besonderes Glück. Er war ein frühes Vorbild für mich. Dieser Mann war ehrlich und brachte Spaß in den Schulalltag – wir haben ihn geliebt. Später wurde mir das Glück zuteil, dass ich ihm als Freund erneut begegnen konnte. Leider verstarb er viel zu früh. Für mich waren in der Schulzeit viele andere Dinge vorrangig. Meine Leidenschaft galt dem Sport, besonders begeisterten mich Fußball, Tischtennis und Leichtathletik. Im Winter ging’s am liebsten zum Skifahren. Mit viel Motivation und Spaß an der Sache wurde ich schnell Übungsleiter beim Westdeutschen Skiverband. So trainierte ich die Jugendlichen des Skiclubs Letmathe und begleitete für den Westdeutschen Skiverband Jugendfahrten. | ![]() | ||
| Nicht nur in der Schule, sondern auch im Leben lernen | |||
| Ich war immer unterwegs. Als Austauschschüler verbrachte ich mehrere Sommer in Cornwall/England. Das Fotografieren packte mich bereits zu dieser Zeit. Ich nutzte die Kamera leidenschaftlich, ohne zu wissen, dass die Fotografie einmal zu meinem Beruf werden sollte. Auch das Schnitzen, das ich von einem bekannten Bildhauer lernte, faszinierte mich. Ich liebte es, zu gestalten. Das Abitur schaffte ich eher mittelprächtig, denn mein Wahlspruch lautete: „Nicht nur in der Schule, sondern auch im Leben lernen wir“. Immerhin bestand ich das Abitur erfolgreich und in der Regelzeit. Danach sollte es spannend weitergehen, denn immer wieder taten sich überraschende Chancen auf, die ich ohne zu zögern ergriff. | ![]() | ||
| Hobby „Fotografieren“ wurde Profession | |||
| Nach der Schulzeit beschloss ich, aus dem Hobby „Fotografieren“ eine Profession zu machen, bewarb mich bei einem der renommiertesten Fotostudios Deutschlands (ACA Fotostudio/Hemer) und begann eine Ausbildung zum Werbefotografen. Das war 1984. Statt einer Bildungskarriere mit Studium stand die wirklich handwerkliche Ausbildung zum Fotografen im Fokus meiner beruflichen Entwicklung. Jetzt machte es buchstäblich „Klick“ und ich hatte so viel Spaß am Lernen wie noch nie, weil ich das Gelernte auch anwenden konnte. | ![]() | ||
| Amerikanische Mentalität beflügelte | |||
| Während meiner Ausbildung hatte ich auch die Möglichkeit zu experimentieren und kam mit einem tollen Team viel herum. So verbrachte ich eine lange Zeit in den USA, wo ich als Fotografen-Assistent arbeitete. Die amerikanische Mentalität des „just do it!" (Mach es einfach!) beflügelt mich noch heute. Meine Ausbildung beendete ich als Kammersieger. Während der Ausbildung begegnete ich einer faszinierenden jungen Frau (Sabine, meiner jetzigen Frau), die mich in ihren Bann zog. Es war auch hier der richtige Moment, um „Ja“ zu sagen. Unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen wir 1988 in Letmathe. | ![]() | ||
| Bundesbestmeister und Stipendiatsträger | |||
| Danach kam eine zweijährige Bundeswehrzeit. Während der Grundausbildung in Essen-Kupferdreh kam ich zum Dezernat Luftbild in Köln-Wahn. Auch hier erfuhr ich Kameradschaft und Gemeinsamkeit. Ich hatte das große Glück, gute Ausbilder zu haben, die uns im Colorlabor der Bundeswehr viel freie Hand ließen. Hier habe ich viel für mein späteres unternehmerisches wie aber auch soziales Engagement gelernt. Dies betrifft zum Beispiel die menschlichen Facetten der Führung in positivem Sinne, aber auch die Geduld, eine Sache im Team reifen zu lassen. Während der Zeit in Köln machte ich meine Ausbilderprüfung und begann, die Meisterschule in Dortmund zu besuchen. Zweimal pro Woche ging es abends nach Dortmund, dann nachts wieder zurück nach Köln. Der Lohn dafür: 1989 wurde ich Bundesbestmeister und Stipendiatsträger des Deutschen Handwerks. Nach der Bundeswehr ging es dann zunächst wieder in das Hemeraner Fotostudio zurück. | ![]() | ||
| Traum vom eigenen Fotostudio wurde Realität | |||
| 1990 sagte ich dem Hemeraner Fotostudio dann "Ade", um den lang gehegten Traum eines eigenen Fotostudios Wirklichkeit werden zu lassen. Im Brausegebäude in Iserlohn eröffnete ich als erster Mieter nach der Umnutzung der Immobilie zum Gründerzentrum mein eigenes Fotostudio für Industrie- und Werbefotografie. Das war der Hammer: Die eigenen Studioräume! Die ganze Familie hat mitgeholfen. Wir haben Tag und Nacht an den Umbauten gearbeitet, um dann im September endlich eröffnen zu können. Ich war stolz auf das Erreichte. Die ersten beiden Jahre waren sehr hart. Das dritte Jahr brachte dann den Durchbruch. Ich beschäftigte zu dem Zeitpunkt einen weiteren Fotografen und zwei Auszubildende. Der Jugend eine Chance zu geben, das war mir damals schon wichtig und ist es heute noch: Etwa 20 Praktikanten erhalten jährlich Einblicke in unsere Arbeit als Werbefotografen. Das Studio wuchs, und ich hatte bald – nachdem das Brausegebäude „zu klein“ geworden war – drei Studiostandorte in Iserlohn. | ![]() | ||
| Leistungen im Team für internationale Kunden | |||
| Hochwertiger Setbau und Kulissenfotografie kamen zum Portfolio hinzu, was im Jahr 1998 mit zu dem Entschluss führte, ein modernes Studio zu bauen und so die drei Standorte zusammenzulegen. In der Corunna erfüllte ich mir also diesen weiteren Traum und baute für meine Mitarbeiter und mich eine modernes Fotostudio, wie wir es brauchten. Diese Investition in die Zukunft war eine sehr gute Entscheidung. Dank eines hervorragenden Teams, dessen Mitglieder ich vielfach auch selbst ausgebildet habe, zählen heute Kunden im In- und Ausland zu unseren Auftraggebern. Kunden sind für mich Partner. Mein Tun und Handeln beruht auf den Grundsätzen gemeinschaftlicher Leistung, denn nur gemeinsam erreichen wir das gewünschte Ziel. Parallel zur Arbeit haben wir viele internationale Preise für Fotoprojekte sammeln können. Dies ist neben der Kundenzufriedenheit auch Ansporn für uns, immer nur das Beste zu geben. | ![]() | ||
| Privater Volltreffer: Meine Familie! | |||
| Nicht nur beruflich, auch privat landete ich einen Volltreffer. Meine Freundin Sabine und ich heirateten 1993 in der Friedenskirche Letmathe. Dies war einer der schönsten Tage meines Lebens und der bis heute nachhaltigste, denn ich gewann nicht nur eine Ehefrau, sondern auch meinen besten Freund und Coach. Schöne Zeiten können manchmal noch schöner werden. Wunderschön war der Nikolaustag 1996, als unser Sohn Felix zur Welt kam. Ab jetzt hatte Felix natürlich Priorität, und viele zeitaufwändige Hobbys wurden durch sportliche Aktivitäten mit der Familie und guten Freunden ersetzt, etwa durch das regelmäßiges Laufen, das mich genauso fit hält wie das Skilaufen. Die Teilnahme an einem Halbmarathon in Duisburg war eine tolle Erfahrung. | ![]() | ||
| Auch im Ehrenamt: Botschafter für die Waldstadt | |||
| Als ich mich 1990 selbständig gemacht habe, entschied ich mich für eine Mitgliedschaft bei den Wirtschaftsjunioren an der Industrie- und Handelskammer. Bei dieser dynamischen Vereinigung von jungen Unternehmern und Führungskräften holte ich mir weiteres wirtschaftliches, aber auch menschliches Rüstzeug, um im Job und in der Führung meines Unternehmens noch besser zu werden. Nun begann mein zweites Leben: Ich arbeitete beim Kreis Junger Unternehmer zehn Jahre als Vorstandsmitglied in den unterschiedlichsten Positionen. Ich wurde zum Vorsitzenden des Kreises Junger Unternehmer gewählt und rückte durch mein Engagement sogar bis in den Landesvorstand der Wirtschaftsjunioren vor. Nun hatte ich die Chance, unsere geliebte Waldstadt auch bei den anderen Verbänden der Wirtschaftsjunioren bekannter zu machen! Iserlohn bekam so auch in diesem Kreis von Multiplikatoren einen bedeutungsvollen Namen. Mir gelang es, die Landeskonferenz der Junioren 1999 nach Iserlohn zu holen und diese wunderbare Stadt mit seiner schönen Lage anlässlich des 50jährigen Jubiläums des KJU mit dem Organisationsteam als Gastgeberstadt zu präsentieren. | ![]() | ||
| Existenzgründer fördern und Führungsqualitäten zeigen | |||
| Mit Unterstützung der Sparkasse konnten wir nun auch Existenzgründerpreise vergeben. Mein Wunsch ging somit in Erfüllung. Ich wollte hierdurch frische Ideen auszeichnen und diesen Menschen Zuspruch geben für den Einsatz ihrer Ideen in ihrem eigenen Unternehmen. Die Verleihung der Preise wurde u. a. vom damaligen NRW-Wirtschaftsminister Schwanhold vorgenommen. Im Jahr 2001 übernahm ich den Landesvorsitz der Wirtschaftsjunioren NRW. Rund 2500 Entscheider aus der Wirtschaft zu führen, das war nicht einfach. Etwa 280 Termine im Jahr neben der Arbeit - ehrenamtlich - das war wieder eine Herausforderung, aber es hat enormen Spaß gemacht, und gemeinsam haben wir viel bewegt. | ![]() | ||
| Keine Angst vor „großen Tieren“ – Tour mit dem Ministerpräsidenten | |||
| Für den damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement organisierte ich als WJ-Landesvorsitzender eine Ausbildungstour, die nachhaltig überregional Beachtung fand, und dies nicht nur in den Medien. Wir haben dabei wieder eine Menge geschafft: Mehr als 1500 zusätzliche Lehrstellen habe ich mit Unterstützung des hervorragenden Netzwerkes der Wirtschaftsjunioren innerhalb kürzester Zeit "gesammelt". Unsere Region und Iserlohn waren immer ganz vorne mit dabei. Auf diese Kampagne bin ich heute noch besonders stolz. Dieses Engagement von Politik und Wirtschaft, gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen, wurde auf der Europakonferenz der Wirtschafsjunioren in Finnland denn auch mit einem Preis (Best Joint Work by a group of Loms) ausgezeichnet. Im Jahr 1994 wurde ich Mitglied bei den Rotariern. Das Credo dieser Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen, Selbstlos Dienen, ist eine wunderbare Bereicherung. Jung und Alt in einem Club, der intensive Austausch, das Engagement für die Gemeinschaft und die zielgerichteten Projekte ohne großes Aufsehen, all dies beeindruckte mich sehr, und ich habe viel gelernt. Als Präsident des Rotary-Clubs Iserlohn ist es mir eine Ehre und eine Freude, erfolgreich Projekte zu gestalten und Realität werden zu lassen und das große Engagement und die Spendenmittel der Rotarier für meine Stadt sinnvoll einsetzen zu dürfen. | ![]() | ||
| Lebensrettendes Projekt für Iserlohner | |||
| Ein wichtiges Projekt zur Lebensrettung konnte ich als Präsident initiieren und begleiten: die Einführung von Laiendefibrillatoren an belebten Orten in der Stadt, die bei plötzlichem Herzversagen dem Motor des Lebens spontan wieder Strom“ geben können. Dieses Projekt wird Rotary weiterführen, bis wir, was die Ausstattung mit diesen Ersthelfergeräten betrifft, eine Vorzeigestadt sein werden. | ![]() | ||
| Aktiv in der IHK-Vollversammlung | |||
| Neben diesen langjährigen Aktivitäten in den oben genannten Vereinigungen bin ich gewähltes Vollversammlungsmitglied der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer. Auch hier versuche ich mich ehrenamtlich in die Ausschussarbeit einzubringen, um den heimischen Lebens- und Wirtschaftraum attraktiver zu gestalten. | ![]() | ||
| MUT-Projekt soll Mut machen, sich einzusetzen | |||
| Besonders liegt mir mein MUT-Projekt am Herzen. Mit den drei großen geschweißten Stahl-Buchstaben „M“, „U“ und „T“ reise ich seit ein paar Jahren durchs Land und fotografiere Menschen, die ich zu Ihrer persönlichen MUT-Erfahrung befrage - teils wirklich tief bewegende Geschichten von interessanten Menschen. Diese Menschen mit der Geisteshaltung Mut zeigen, wie wunderbar dieses Land mit seinen vielen Facetten der Menschlichkeit ist. | ![]() | ||
| Mein ganzes Leben in Bewegung und immer auch für diese, unsere Stadt. „Ich liebe Iserlohn“ ... und zuallererst natürlich meine Familie! | |||
